Honorarnote & Werkvertrag

Hier findest du Infos zur Abrechnung deiner Leistung - mit Musterbeispielen!

ACHTUNG - Die folgenden Angaben betreffen nur Österreich. Die für Deutschland zutreffende Version folgt in Kürze.

Wer sich selbstständig macht oder auch nur geringfügig beschäftigt ist, muss meistens eine Honorarnote stellen. Hier erfährst du das Wichtigste über die selbstständige Abrechnung.

Als Freiberufler stellst du in den meisten Fällen eine Honorarnote als Rechnung für deine Arbeit - egal, ob geringfügig arbeitest oder mehr verdienst.

Es ist auch möglich, deine Arbeit im Rahmen eines Werkvertrags abzuschließen bzw. zu verrechnen. Ein Werkvertrag hat andere Merkmale, als eine Honorarnote.

Ein kleiner Hinweis: Auf diesen Seiten findest du allgemeine Informationen. Bitte prüfe deine persönlichen Voraussetzungen mit einem Steuerberater und bei den Informationsstellen von Arbeiterkammer, WKO und SVA.

Honorarnote

Was ist eine Honornate?

Eine Honorarnote ist ein Beleg, den Freiberufler, Selbstständige und freie Dienstnehmer für ihre Leistungen dem Auftraggeber (Arbeitgeber) ausstellen, um damit die Kosten für diese Tätigkeiten in Rechnung zu stellen.

Steuern & Sozialversicherung

Für die Abgabe von Steuern und Sozialversicherung ist immer jene Person zuständig, die die Honorarnote schreibt bzw. ausgibt. Die Honorarnote wird vor allem für die Abrechnung kleinerer Nebentätigkeiten verwendet, bei denen kein Arbeitsverhältnis besteht.

Bei einem Verdienst von bis EUR 446,81 (= die Geringfügigkeitsgrenze), ist der Zusatz: “Steuerbefreit – Kleinunternehmer gemäß §6(1)27 UStG” (Variationen mit gleichem Inhalt sind möglich) in der Honorarnote anzugeben.

Wenn du darüber hinaus Geld verdienst, ist der Vermerk “Ich erkläre, für die steuerliche Erfassung des Betrags selbst zu sorgen” anzugeben.

Beispiele & Muster

Download PDF: Honorarnote steuerbefreit nach Kleinunternehmerregelung
Download PDF: Honorarnote nicht steuerbefreit, mit USt

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Werkvertrag

Was ist ein Werkvertrag?

Ein Werkvertrag liegt dann vor, wenn jemand die Herstellung eines Werkes gegen Entgelt übernimmt. Im Gegensatz zum Arbeits- bzw. Dienstvertrag ist beim Werkvertrag das Ergebnis der Dienstleistung entscheidend. Der Auftragnehmer schuldet ein im Werkvertrag konkret definiertes und auch “greifbares“ Arbeitsergebnis, das er selbständig und eigenverantwortlich produzieren muss.

Unterschied Werkvertrag zu Honorarnote

Bei einem Werkvertrag schuldet man der Auftraggeberin/dem Auftraggeber die Lieferung oder Erfüllung eines Werkes. Es liegt kein “Dauerschuldverhältnis” sondern ein “Zielschuldverhältnis” vor.
(Quelle: BMF.gv.at)

Merkmale eines Werkvertrages

  • Es besteht eine Erfolgsgarantie
  • Es besteht keine persönliche Arbeitspflicht. Die Arbeit kann auch an Dritte vergeben werden.
  • Werkunternehmer verwenden eigene Arbeitsmittel (Laptop, Werkzeuge)
  • Der Werkunternehmer ist nicht in die Organisation der Auftraggebers eingegliedert. Er ist nicht weisungsgebunden hinsichtlich Arbeitsort, Arbeitszeit oder dem Verhalten bei der Arbeit.
  • Es besteht keine persönliche und wirtschaftliche Abhängigkeit.
  • Achtung! Die Bezahlung erfolgt in der Regel erst nach erfolgter Leistung nach Ablauf des Werkvertrags. Wenn die Werkserbringung längere Zeit benötigt, sind Zwischenrechnungen aber auch möglich und üblich.

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